Sonnenberg Schlanders bei Meran
Wie es der Name
verrät, ist der Sonnenberg einer ständigen intensiven Sonneneinstrahlung
ausgesetzt. Heiß, karg und trocken ist es dort entlang diese 50 Kilometer
langen Berges zwischen Mals und Partschins. Die Berghänge waren immer schon ein
bevorzugtes Weidegebiet für Ziegen und Schafe. Ein breiter Vegetationsstreifen
wurde deshalb nach und nach kahl gefressen. Die Folgen waren Erosion und
Auswaschung des kargen Bodens. Die Sonnen hat dies noch stark unterstützt. Die
Bodentemperatur steigt hier im Sommer auf bis zu 70 Grad. Im Winter ist es
frostig. Die Pflanzen waren gezwungen sich diesen klimatischen Umständen
anzupassen. So findet der Bergsteiger am Sonnenberg ein steppenartiges
Landschaftsbild aus Trockengräsern, Kräutern und Sträuchern.
In den klimatisch milden Monaten gedeihen auf dem Sonnenberg schon sehr früh
Gräser, Sträucher und Blumen, die jeden zum Schauen und Staunen anregen. Am
Hangfuß des Sonnenberges wird bis in die Schlanderser Gegend Wein angebaut, und
es gedeiht bis dorthin auch die Edelkastanie. Der Talgrund, der früher
vorwiegend dem Kornanbau gedient hat wurde nach dem Ersten Weltkrieg ebenfalls
bis in den Schlanderser Raum vom Obstbau in Beschlag genommen. Seit den 90er
Jahren des vorigen Jahrhunderts macht der fühlbare Klimawandel den Vorstoß der
Apfelkulturen weiter nach Westen bis in die Gegend von Mals möglich.